Nicht nur bei Mercedes, sondern auch bei LG ist die A-Klasse das Einstiegsmodell. Während es bei der deutschen Traditionsmarke um Autos geht, dreht es sich beim südkoreanischen Hersteller um OLED-TVs. Nach dem LG A1 im vergangenen Jahres-Lineup folgte Anfang 2022 mit dem LG A2 das Nachfolgemodell des Einstiegs-OLEDs im 2022er OLED Lineup. Wir haben uns für Dich angesehen, welche Neuerungen und Vorteile er bietet, was die beiden Modelle unterscheidet und ob der mittlerweile starker im Preis gesunkene Vorgänger vielleicht sogar die bessere Wahl ist.

Zusammenfassung der Unterschiede zwischen dem LG OLED A1 und LG OLED A2
Hier findest Du für den schnellen Überblick eine Zusammenfassung aller wesentlichen Unterschiede zwischen den Modellen LG OLED A1 und LG OLED A2.
Vorteile des LG OLED A1
- Blickwinkelstabileres Bild
- Etwas tiefere Basswiedergabe
- Kopfhöreranschluss (3,5-mm-Klinke)

Vorteile des LG OLED A2
- Helleres Bild
- Neuerer Bildprozessor
- AI Sound Pro (Virtual 5.1.2 Upmix)
- Überarbeitete Fernbedienung
- webOS 22 mit Benutzerprofilen und weiteren Neuerungen
Tabellarische Übersicht zu den Unterschieden
Eigenschaft | LG A1 | LG A2 | ||
Design | ||||
Bild | 4K Auflösung 50 Hz native Bildwiederholrate OLED-Panel 10 Bit Farbtiefe Alpha 7 Gen 4 AI Bildprozessor Perfect Viewing Angle Kein BFI True Color Accuracy (17x17x17 LUT) AI Upscaling AI Picture Image Enhancing mit Quad Step Noise Reduction |
4K Auflösung 50 Hz native Bildwiederholrate OLED-Panel 10 Bit Farbtiefe Alpha 7 Gen 5 AI Bildprozessor Perfect Viewing Angle Kein BFI True Color Accuracy (17x17x17 LUT) AI Upscaling AI Picture Image Enhancing mit Quad Step Noise Reduction |
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Ton | 2.0 Kanal Audiosystem 20 Watt Ausgangsleistung Down Firing Dolby Atmos eARC Kein DTS AI Sound |
2.0 Kanal Audiosystem 20 Watt Ausgangsleistung Down Firing Dolby Atmos eARC AI Sound Pro (Virtual 5.1.2 Upmix) Kein DTS |
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HDR | HDR10 (kein HDR10+) HLG Dolby Vision |
HDR10 (kein HDR10+) HLG Dolby Vision |
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Ausstattung | WebOS 6.0 1 x DVB-T2/C/S2 PVR Timeshift Magic Remote MR21 Dolby Vision IQ Filmmaker Mode 3 x HDMI 2.0b |
WebOS 2022 1 x DVB-T2/C/S2 PVR Timeshift Magic Remote MR22 Dolby Vision IQ Filmmaker Mode 3 x HDMI 2.0b |
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Gaming und Input Lag | 10 ms mit 1080p@60 Hz 10 ms mit 4K@60 Hz Automatic Low Latency Mode (ALLM) Kein NVidia G-Sync Kein Freesync Premium Game Optimizer |
1080p@60 Hz: 11 ms 4K@60 Hz: 10 ms Automatic Low Latency Mode (ALLM) Kein NVidia G-Sync Kein Freesync Premium Game Optimizer |
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Einschränkungen | keine DTS-Unterstützung | keine DTS-Unterstützung | ||
Aktuelle Preise | OLED48A19LA OLED55A19LA OLED65A19LA OLED77A19LA |
OLED48A29LA OLED55A29LA (1.248,18 €) OLED65A29LA |
Quelle: teilweise rtings.com
Einordnung und Modellbezeichnungen
Der A1 aus 2021 und sein Nachfolger A2 aus 2022 sind die Einstiegsmodelle in die OLED-TV-Welt von LG und damit die preiswertesten OLED-TVs des Marktführers. Sie sind den Modellen B1/B2 und C1/C2 untergeordnet, lösen aber beide ebenfalls mit UHD / 4K auf.
Du kannst Dir die Rangfolge für die beiden Einsteigergeräte mit OLED Panel wie folgt vorstellen:
- 2021er Modelle: A1 < B1 < C1 < G1
- 2022er Modelle: A2 < B2 < CS < C2 < G2

Bild im Vergleich: LG A2 etwas heller als LG A1
In beiden Modellen verbaut LG ein UHD-OLED-Panel mit selbstleuchtenden Pixeln. Dies sorgt für einen perfekten Kontrast und ein Kontrastverhältnis von unendlich:1. Die Bildwiederholrate beträgt in beiden Fällen allerdings lediglich 50 Hz, was eines der Unterscheidungsmerkmale zu den höherwertigen Modellen der B- und C-Serie ist.
Eine Veränderung gibt es unter der Haube. Im neuen Modell verbaut LG den Alpha 7 Gen 5 AI Bildprozessor, während im Vorgängermodell noch die vierte Generation am Werkeln war. An den Features ändert dies aber nicht sonderlich viel. Neben AI Upscaling und AI Picture unterstützen beide Geräte Image Enhancing mit Quad Step Noise Reduction, 10 Bit Auflösung pro Farbkanal und True Color Accuracy (17x17x17 LUT). Auf Black Frame Insertion (BFI) verzichtet LG bei beiden Geräten und behält dies den teureren OLED-TVs vor.
An den Messwerten lässt sich kein richtig klarer Sieger im Vergleich ausmachen. Der LG A2 hat aber ein paar Argumente auf seiner Seite. Das Gerät bietet das etwas hellere Bild, was bei OLED-TVs eine wichtige Sache ist. Denn die Bildhelligkeit ist, abseits der OLED evo TVs, bei dieser Bildtechnologie der kritischste Punkt. Hier erzielt das 2022er Modell die etwas besseren Ergebnisse, wobei die Unterschiede meist bei nur rund 10 Prozent liegen. Der LG A2 erreicht bei Realcontent in SDR mit 310 cd/m² und in HDR mit 500 cd/m² die etwas höheren Werte wie der LG A1 mit 240 cd/m² und 450 cd/m².
Dafür schneidet das ältere Modell bei der Blickwinkelstabilität etwas besser ab – vor allem bei den Farben. Diese verändern sich hier erst ab 32 Grad, beim A2 bereits ab 24 Grad. Ansonsten liegen sie mit nahezu durchweg 70 Grad quasi gleichauf.
Auch bei der Farbwiedergabe sind sie auf Augenhöhe. Der neuere A2 deckt den DCI-P3-Farbraum mit 98% minimal besser ab als der A1 mit 97%. Beim größeren Standard nach Rec.2020 sind sie mit 72% gleichauf und schneiden beide gut ab. Insgesamt bieten beide die für OLED-Geräte typische tolle Farbwiedergabe.
Eigenschaft | LG A1 | LG A2 |
Auflösung | UHD | UHD |
native Bildwiederholrate | 50 Hz | 50 Hz |
Bildschirmform | flach | flach |
Kontrastverhältnis (nativ) | unendlich:1 | unendlich:1 |
Paneltyp | OLED | OLED |
SDR Peak 10% | 350 cd/m² | 380 cd/m² |
SDR Real Scene | 260 cd/m² | 310 cd/m² |
HDR Peak 10% | 500 cd/m² | 560 cd/m² |
HDR Real Scene | 450 cd/m² | 500 cd/m² |
Veränderung der Farben ab | 32° | 24° |
Veränderung der Helligkeit ab | 70° | 69° |
Veränderung der Schwarzwerte ab | 70° | 70° |
Farbraumabdeckung DCI P3 | 97% | 98% |
Farbraumabdeckung Rec.2020 | 72% | 72% |
BFI | nein | nein |
Auflösung pro Farbkanal | 10 Bit | 10 Bit |
Quelle: teilweise rtings.com
Ausstattung: beide Modelle (fast) gleich ausgestattet, mit einem kleinen Vorteil beim LG A1
Nicht nur beim Bild gibt es kaum Unterschiede, sondern auch bei der Ausstattung. Beide OLED-TVs sind mit einem 2.0 Kanal Audiosystem ausgestattet, das 20 Watt leistet und Dolby Atmos, aber kein DTS unterstützt. Beide bieten eARC, das neue Modell dazu virtuellen 5.1.2-Surroundsound mit AI Sound Pro (Virtual 5.1.2 Upmix), während im A1 nur AI Sound mit 5.1-Upmixing im Einsatz ist. Dafür tönt der ältere OLED-TV mit bis zu 80 Hz etwas tiefer als der A2 mit 85 Hz.
Auch bei den Anschlüssen gehen sie Hand in Hand. Sowohl der A1 als auch der A2 sind mit dreimal HDMI 2.0b bestückt. Den neuen Standard HDMI 2.1 spart LG komplett ein und nutzt diesen als eines der Verkaufsargumente für den höherwertigen, aber kaum teureren B1 bzw. B2. Zusätzlich stehen jeweils zweimal USB und ein optischer Digitalaudioausgang als Alternative zu eARC zur Verfügung. Vorteil A1: Hier gibt es auch noch einen Kopfhöreranschluss, den LG beim A2 wegrationalisiert hat. Drahtlos via Bluetooth ist die Verbindung zu Kopfhörern bei beiden Modellen möglich. Ins Internet gehen sowohl der A1 als auch der A2 wahlweise über den Netzwerkanschluss oder kabellos via WLAN.
Als Einstiegs-OLED stattet LG den A1 und seinen Nachfolger A2 mit nur einem Triple-Tuner für DVB-T2/C/S2 aus. Das bedeutet, dass die Geräte zwar zeitversetztes Fernsehen (Timeshift) und das Aufnehmen von Sendungen auf USB-Massenspeicher (PVR) unterstützen. Allerdings können sie immer nur ein Programm zurzeit empfangen, da kein Twin-Triple-Tuner verbaut ist. Das bedeutet, dass nicht zeitgleich zwei Sendungen auf unterschiedlichen Sendern aufgenommen und geschaut werden können.
Hinsichtlich der HDR-Formate gibt es ebenfalls keinen Unterschied. Beide hier verglichenen OLED-TVs unterstützen neben HDR10 und HLG auch Dolby Vision IQ, aber kein HDR10+. Zudem ist Unterstützung für den Filmmaker Mode, um Filme wie vom Filmemacher gewünscht und unverfälscht wiederzugeben, gegeben.
Hinsichtlich der smarten Funktionen unterscheiden sich die Modelle kaum. Beide sind mit LGs eigener Smart-Home-Plattform ThinQ ausgestattet und lassen sich über die integrierten Amazon Alexa und Google Assistant per Sprache steuern. Als Betriebssystem ist beim LG OLED A2 die neue Betriebssystem-Version webOS 22 (webOS 7) im Einsatz, während auf dem Vorjahresmodell noch webOS 6.0 installiert ist. Die 2022er Version bringt einig Neuerungen mit sich, darunter separate Profile für verschiedene Benutzer.

Als Fernbedienung liegt beiden OLED-TVs LGs Magic Remote bei. Beim neuen A2 ist dies aber die überarbeitete Version MR22, beim Vorgänger noch die etwas in die Jahre gekommene MR21.
Gaming und Input Lag: beide Modelle beim Input Lag gleichauf
Bei den Gaming-Eigenschaften gibt es zwischen dem LG A1 und seinem Nachfolger LG A2 quasi keine Unterschiede. Sie schneiden hinsichtlich des Input Lags mit 10 ms bzw. 11 ms bei 1080p und 4K mit 60 Hz allesamt sehr gut ab.
Dennoch sind beides keine wirklich guten Gaming-TVs. Das liegt vor allem am Fehlen von HDMI 2.1 und der mit 50 Hz limitierten Bildwiederholrate. Immerhin das HDMI-Feature ALLM (Auto Low Latency Mode) unterstützen sie, schalten also bei entsprechendem Signal eigenständig in den Modus mit der geringsten Latenz. VRR (Variable Refresh Rate) fehlt hingegen genauso wie AMD Freesync und Nvidia G-SYNC. Somit weisen beide Fernseher keine Anti-Tearing-Mechanismen auf, um auf Abweichungen der Framerate von GPU und Display zu reagieren und so Bildschlieren zu verhindern.
Eigenschaft | LG A1 | LG A2 |
Input Lag 1080p | 10 ms | 11 ms |
Input Lag 4K (60 Hz) | 10 ms | 11 ms |
ALLM | ja | ja |
HDMI Forum VRR | nein | nein |
Freesync | nein | nein |
G-SYNC | nein | nein |
HDMI 2.1 | nein | nein |
Quelle: teilweise rtings.com
Unterschiede im Design und den verfügbaren Diagonalen: A1 mit 77 Zoll
Die optischen Unterschiede zwischen dem 2021er LG A1 und dem 2022er LG A2 halten sich sehr stark in Grenzen. Beide Bildschirme sind an allen vier Seiten von schwarzen und 10 mm dicken Rändern umgeben. Mit 47 mm fällt das neue Modell einen Millimeter dünner aus, was aber getrost zu vernachlässigen ist.
Beide Smart-TVs stehen auf zwei seitlich nahe dem Geräterand positionierten Füßen in Form eines umgedrehten „V“. Das bietet recht viel Platz für eine Soundbar, erfordert aber auch ein entsprechend breites TV-Möbel. Alternativ können sie über den VESA-Standard (300 x 200) und eine entsprechende Halterung aufgehängt werden.
Durch die Standfüße sieht der LG OLED A1 und A2 (insbesondere bei den großen Displaydiagonalen) „aufgebockt“ aus. Das hätte LG etwas besser lösen können, indem die Standfüße nicht so hoch sind. Die Tiefe müssen sie natürlich beibehalten, weil sonst der TV zu leicht kippe(l)n würde. Andererseits hast Du dadurch ausreichend Platz unter bzw. vor dem TV, falls Du eine Soundbar aufstellen möchtest.
Einen Vorteil hat dann am Ende der LG OLED A1 noch auf seiner Seite. Ihn gibt es in vier verschiedenen Diagonalen mit 48, 55, 65 und 77 Zoll. Die größte Variante spart sich LG im Folgejahr hingegen ein und offeriert den A2 nur in 48, 55 und 65 Zoll.
Datenblätter des LG OLED A1 und LG OLED A2 im Vergleich
Eine relevante Übersicht über die wichtigsten Daten findest Du über unser Vergleichs-Tool. Du kannst außerdem weitere TV-Modelle zum Vergleich hinzufügen und Dir so mehrere Hersteller gleichzeitig anschauen.
OLED77A19LA | OLED65A29LA | |
Bildschirmdiagonale | 77 Zoll | 65 Zoll |
Bildschirmauflösung | UHD (3840 x 2160 Pixel) | UHD (3840 x 2160 Pixel) |
HDMI-Anschlüsse | 3x HDMI 2.0 | 3 x HDMI 2.0 |
USB-Anschlüsse | 2x USB 2.0 | 2 |
Aktuelle Angebote
Die aktuellen Angebote zum LG OLED A1 und LG OLED A2 haben wir Dir in unserer Live-Preis-Abfrage zusammengestellt:
Serie | Modelle |
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A1 | OLED48A19LA OLED55A19LA OLED65A19LA OLED77A19LA |
A2 | OLED48A29LA OLED55A29LA (1.248,18 €) OLED65A29LA |
Empfehlung: LG A2 punktuell besser
Die Unterschiede zwischen dem LG OLED A1 und seinem Nachfolger LG OLED A2 muss man wirklich fast schon mit der Lupe suchen. Das neuere Modell weist das etwas hellere Bild auf, was bei den ermittelten relativ geringen Messwerten und OLED-TVs allgemein durchaus ein gewichtiges Argument ist.
Ansonsten gibt es nur ein paar punktuelle Neuerungen und Verbesserungen, z. B. beim Bildprozessor, dem virtuellen Sound-Upmix, dem Betriebssystem und der Fernbedienung. Die Schwächen wie das Fehlen von HDMI 2.1 sowie die geringe Bildwiederholrate von 50 Hz bleiben hingegen bestehen. Dazu spart LG beim A2 den Kopfhöreranschluss ein.
Letztendlich ist, alles andere wäre am Ende auch eine Überraschung, der LG A2 der etwas bessere Fernseher. Daher würden wir in diesem Vergleich zum neueren Modell raten. Allerdings gibt es hierbei zwei Ausnahmen: Zum einen ist der LG A1 die einzig mögliche Wahl, wenn Du einen Fernseher mit mehr als 65 Zoll suchst. Und zum anderen würden wir aufgrund der kaum vorhandenen Differenzen ebenfalls zum LG A1 raten, wenn Du diesen zu einem bedeutend günstigeren Preis als den gleichgroßen A2 bekommen kannst.
Wenn es vom Budget her möglich ist, würden wir aber generell eher zu einem der höherwertigen OLED-TVs raten, z. B. dem LG B2. Dieser bietet dann unter anderem HDMI 2.1 und 100 Hz, was gewichtige Argumente sind. Und mit einer UVP von nur 200 Euro mehr ist er z. B. in 55 und 65 Zoll gar nicht so viel teurer als der minderwertigere A2.
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