Eigentlich hinkt ein Vergleich eines OLED-TVs mit einem LCD-Fernseher von Hause aus. Aber dennoch ist es interessant, vor allem wenn es sich um zwei Top-Geräte handelt. Daher vergleichen wir an dieser Stelle LGs Top-OLED mit 4K-Auflösung C2 mit Sonys FALD-Aushängeschild X90K.
Der LG C2 gehört zum OLED-TV-Lineup 2022 und bildet dort die gute Mittelklasse. Der Sony X90K wiederum gehört zum LCD Lineup 2022 und bildet dort die Oberklasse ab.
Welcher Fernseher ist die bessere Wahl – auch hinsichtlich des doch recht unterschiedlichen Preises?

Zusammenfassung der Unterschiede zwischen dem LG C2 und Sony X90K
Hier findest Du für den schnellen Überblick eine Zusammenfassung aller wesentlichen Unterschiede zwischen den Modellen LG C2 und Sony X90K.
Vorteile des LG C2
- Perfekter Kontrast
- Für OLED helles Bild
- Viermal HDMI 2.1
- Dreimal USB
- Twin-Tuner für DVB-T2/C/S2
- Bessere Gaming-Eigenschaften
- Dünneres Gerät und schmalere Displayränder
Vorteile des Sony X90K
- Gutes Kontrastverhältnis
- Etwas helleres Bild
- Unterstützung von DTS
- Composite-Anschluss
- Twin-Tuner für DVB-T2/C/S2
- In drei Positionen verstellbare Standfüße
- Bedeutend günstiger als der LG OLED C2
Tabellarische Übersicht zu den Unterschieden
Eigenschaft | LG OLED C2 | Sony X90K | |
Design | |||
Bild | 4K Auflösung 100 Hz native Bildwiederholrate OLED Evo Panel 10 Bit Farbtiefe Alpha 9 Gen 5 AI Bildprozessor Perfect Viewing Angle Black Frame Insertion (BFI) mit max. 60 Hz AI Upscaling AI Picture Pro Image Enhancing mit Quad Step Noise Reduction |
100 Hz native Bildwiederholrate FALD Direct LED 54 Dimming-Zonen (6 x 9) VA-LCD Panel 10 Bit Farbtiefe je Kanal Triluminos Display Cognitive Processor XR mit Dual database processing |
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Ton | 2.2 Kanal Audiosystem 40 Watt Ausgangsleistung (20 Watt Subwoofer) Down Firing Lautsprecher Dolby Atmos eARC Kein DTS AI Sound Pro (Virtual 7.1.2 Up-mix) |
2.0 Kanal Audiosystem 30 Watt Ausgangsleistung (2 x 10, 2 x 5 Watt) Acoustic Multi-Audio, klangpositionierender Hochtonlautsprecher eARC (enhanced ARC) Dolby Atmos, DTS |
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HDR | HDR10 (kein HDR10+) HLG Dolby Vision |
HDR10 (kein HDR10+) HLG Dolby Vision |
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Ausstattung | WebOS 22 (Version 7) 2 x DVB-T2/C/S2 PVR Timeshift Magic Remote MR22GN Dolby Vision IQ Filmmaker Mode HFR mit 4K via HDMI, USB, TV-Empfang 4 x HDMI 2.1 mit 48 GBit/s |
Google TV 2 x DVB-T2/C/S2 2 x HDMI 2.1, 2 x HDMI 2.0 2 x USB PVR Timeshift Fernbedienung ohne Zifferntasten Standfuß mit 3 Aufstellmöglichkeiten (Standard-, Schmal-, Soundbar-Position) |
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Gaming und Input Lag | 14 ms mit 1080p@60 Hz 14 ms mit 4K@60 Hz 5 ms mit 4K@120 Hz 13 ms 1080p VRR 13 ms 4K VRR Automatic Low Latency Mode (ALLM) NVidia G-Sync Freesync Premium Game Optimizer |
18 ms 1080p@60 Hz 18 ms 4K@60 Hz 10 ms 4K@120 Hz HDMI Forum VRR, G-SYNC Automatic Low Latency Mode (ALLM) |
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Einschränkungen | keine DTS-Unterstützung | kein Freesync VRR | |
Aktuelle Preise | OLED42C21LA OLED42C27LA OLED42C29LB (1609,00 EUR) OLED48C22LB OLED48C27LA OLED48C28LB OLED48C29LB OLED55C22LB (1.385,75 €) OLED55C27LA (1.556,60 €) OLED55C28LB (1299,00 EUR) OLED55C29LD OLED65C22LB OLED65C27LA OLED65C28LB OLED65C29LD OLED65C2SW OLED77C22LB OLED77C27LA OLED77C28LB (2542,01 EUR) OLED77C29LD OLED83C21LA OLED83C27LA OLED83C29LA |
XR-55X90K XR-65X90K XR-75X90K XR-85X90K |
Bild im Vergleich
In diesem Vergleich duellieren sich der LG C2 mit einem OLED-Panel mit dem LCD-TV Sony X90K mit FALD (Full Array Local Dimming). Damit kommen zwei verschiedene Technologien zum Einsatz, die unterschiedliche Stärken aufweisen, wie die nachfolgenden Zeilen zeigen werden. Grundlegend identisch ist, dass beide Fernseher mit UHD / 4K auflösen und 100 / 120 Hz aktualisieren. Dazu ist Black Frame Insertion (BFI) im Einsatz, um Bewegungen für das Auge flüssiger darzustellen. Allerdings arbeitet diese Technik im LG C2 mit 60 Hz nur halb so schnell wie im Sony X90K mit bis zu 120 Hz.
LG spendiert seinem C2 das OLED Evo Panel, das im vergangenen Jahr im G1 steckte. Dies kommt der Bildhelligkeit zugute, wie wir weiter unten aufzeigen. Der Herausforderer von Sony setzt hingegen auf ein VA LCD Panel mit FALD. Das bedeutet, dass die lichtgebende LEDs nicht nur vollflächig verbaut sind, sondern auch in einzelne Zonen unterteilt sind, die einzeln gedimmt werden können. In diesem Fall sind es 54 Dimming-Zonen.
Dies kommt dem Kontrast zugute, der sich mit Local Dimming auf ein Kontrastverhältnis von 6400:1 verbessert, aber auch nativ mit 4800:1 bereits einen beachtlichen Wert aufweist. Mit der OLED-Technologie mit den einzelnen selbstleuchtenden Bildpunkten kann der X90K aber natürlich nicht mithalten. Schließlich hat der LG C2, wie jeder andere OLED-Fernseher auch, ein perfektes Kontrastverhältnis von unendlich:1.
Während der Kontrast die Stärke der OLEDs ist, schlagen die LCDs in der Regel bei der Helligkeit des Bildes zurück. In diesem Vergleich sieht dies allerdings nicht so deutlich aus, wie in der Vergangenheit schon oft gesehen. Dies liegt daran, dass LG im C2 eben das OLED Evo Panel verbaut, dass für einen OLED-Fernseher gute Helligkeitswerte erreicht – auch wenn diese nicht mit der zweiten Generation aus dem LG OLED G2 mithalten können.
Dennoch sind die 840 cd/m² bei HDR-Realinhalten und 850 cd/m² bei Testcontent mit 10% Weißanteil beachtlich und liegen nur etwas unter den 880 bzw. 980 cd/m² des LCD-Wettbewerbers von Sony. Bei SDR-Inhalten sieht die Sache dann allerdings ganz anders aus – und damit beim „einfachen“ Fernsehen. Hier hat der X90K vor allem bei Testinhalten (930 zu 430 cd/m²), aber auch bei Realcontent mit 580 zu 420 cd/m² deutlicher die Nase vorne.
Für den LG OLED C2 spricht wieder die Blickwinkelstabilität des Bildes. Helligkeit und Schwarzwerte verändern sich erst ab 70 Grad, die Farben allerdings bereits ab 27 Grad. Da für einen ungetrübten TV-Genuss letztendlich der geringste Wert entscheidend ist, langt dies aber dennoch für den Sieg über den Sony X90K. Denn beim LCD-Herausforderer nehmen Schwarzwerte bereits ab 12 Grad Abweichung ab. Besser schneiden Helligkeit mit 35 Grad und Farben mit 40 Grad ab.
Farben ist auch ein gutes Stichwort. Beide Geräte lösen mit 10 Bit pro Farbkanal auf. Dennoch erzielt der LG OLED C2 bei der Farbraumabdeckung die besseren Werte, gerade beim kleineren Farbraum DCI P3. Hier kommt er auf nahezu perfekte 99%, während auch der X90K mit 91% recht gut abschneidet. Deutlich geringer ist der Unterschied beim größeren Rec.2020, wo der C2 nur mit 73% zu 71% das Duell knapp für sich entscheidet. Beim Farbvolumen schlägt hingegen der X90K zurück und kommt auf 86% nach DCI P3 und 67% nach Rec.2020. Er bietet im Vergleich zu den 79% bzw. 62% des C2 die höhere Farbhelligkeit.
Ein Faustpfand für den X90K ist der verbaute Bildprozessor Cognitive Processor XR mit Dual Database Processing, da Sony hier traditionell stark aufgestellt ist. Aber auch der Alpha 9 Gen 5 AI Bildprozessor trägt viel dazu bei, dass der LG C2 Bild und Ton bestmöglich aufpoliert und wiedergibt. Ein weiterer Vorteil des X90K ist der BFI Modus mit 120 Hz. Dieser sorgt mit kurzen Schwarzen Zwischenframes für ein schärferes Bild im Vergleich zu ausgeschaltetem BFI. Leider hat LG beim C2 bzw. Der kompletten Oled Serie 2022 ausschließlich BFI mit 60 Hz integriert. Vermutlich, u, die Helligkeit bei 120 Hz nicht zu sehr einzuschränken.
Eigenschaft | LG OLED C2 | Sony X90K |
Auflösung | UHD | UHD |
native Bildwiederholrate | 100 Hz | 100 Hz |
Bildschirmform | flach | flach |
Kontrastverhältnis (nativ) | unendlich:1 | 4800:1 |
Kontrastverhältnis (local dimming) | – | 6400:1 |
Paneltyp | OLED | VA LCD |
Hintergrundbeleuchtung | – | FALD |
Local Dimming | – | ja |
SDR Peak 10% | 430 cd/m² | 930 cd/m² |
HDR Peak 10% | 850 cd/m² | 980 cd/m² |
SDR Real Scene | 420 cd/m² | 580 cd/m² |
HDR Real Scene | 840 cd/m² | 880 cd/m² |
Veränderung der Farben ab | 27° | 40° |
Veränderung der Helligkeit ab | 70° | 35° |
Veränderung der Schwarzwerte ab | 70° | 12° |
Farbraumabdeckung DCI P3 | 99% | 91% |
Farbraumabdeckung Rec.2020 | 73% | 71% |
Farbvolumen DCI P3 | 79% | 86% |
Farbvolumen Rec.2020 | 62% | 67% |
BFI | ja (mit 60 Hz) | ja (bis zu 120 Hz) |
Auflösung pro Farbkanal | 10 Bit | 10 Bit |
Quelle: teilweise rtings.com
Soundsystem und Audio
LG spendiert seinem C2 ein 2.2 Kanal Audiosystem mit einer Ausgangsleistung von 40 Watt. Die Lautsprecher sind als Down-Firing montiert, strahlen also nach unten ab. Die 20 Watt starken Subwoofer können Frequenzen bis 80 Hz wiedergeben.
Der Sony X90K kommt mit 85 Hz nicht ganz so tief und hat auf dem Papier mit seinen 30 Watt starken 2.0 Kanälen das schwächere Audiosystem. Allerdings setzt Sony auf seine Technologie Acoustic Multi-Audio mit klangpositionierenden Hochtonlautsprechern. Dank dieser gibt der Fernseher den Ton genau dort wieder, wo die Handlung auf dem Bild passiert. Dazu kommen zwei X-Balanced Speaker.
Dolby Atmos unterstützen beide Fernseher, DTS hingegen nur der X90K. Denn bekanntermaßen spart sich LG seit einiger Zeit die Lizenzgebühren für das Tonformat.
eARC (Enhanced Audio Return Channel) ist ebenfalls in beiden Geräten verbaut. Hierbei kann die Tonausgabe an eine Soundbar oder AV-Receiver über ein HDMI-Kabel statt einen Audioport erfolgen. Womit wir direkt zum nächsten Kapitel kommen…
Ausstattung: LG C2 besser
Bei den Anschlüssen hat der LG OLED C2 ganz klar mehr zu bieten. Zwar verbauen beide Hersteller viermal HDMI. Allerdings spendiert LG dem C2 viermal HDMI 2.1. Der X90K hat hingegen nur zweimal den neuen und besonders schnellen HDMI-Standard an Bord. Allerdings dürfte dies für die meisten Haushalte langen, da HDMI 2.1 derzeit nur für die Next-Gen-Konsolen PlayStation 5 und Xbox Series X|S maßgeblich sind. Gleiches gilt auch für LGs Full Speed der HDMI-Geschwindigkeit mit 48 GBit/s, was für einen 4K-Fernseher Farbtiefen von bis zu 12 Bit bei 4:4:4 und 4K@120 Hz ermöglicht.
Mit dreimal USB bietet der C2 auch bei diesem beliebten Anschluss einen mehr als der X90K. Einen optischen Digitalaudioausgang ist in beiden Geräten integriert, Ethernet neben WLAN ebenso. Einen Pluspunkt heimst am Ende aber noch der Sony X90K ein. Denn er hat als einziger einen Composite-Anschluss, wobei dieser heute von vielen Nutzern gar nicht mehr benötigt wird.
Den TV-Empfang regeln beide Fernseher über einen Twin-Tuner für DVB-T2/C/S2. Sie können also zeitgleich zwei Programme empfangen und somit eine andere Sendung aufnehmen (PVR) als gerade angezeigt wird. Auch das zeitversetzte Fernsehen (Timeshift) mit Pausieren und Spulen ist selbstredend in beiden Fällen möglich. Dafür braucht es eine kompatible Festplatte, hier beispielsweise für LG Fernseher für Timeshift und PVR.
Unterschiede gibt es hingegen wieder beim Betriebssystem. Hier setzt Sony auf Google TV in der Version 10, während LG auf das eigene und in diesem Jahr unter anderem um Nutzerprofile ergänzte WebOS 22 (Version 7) schwört. Der Vorteil von Google TV ist, dass es noch mehr Apps gibt, wobei auch bei LG die Auswahl im virtuellen App-Store mittlerweile beachtlich ist.
Komplette Einigkeit gibt es bei den HDR-Formaten. Sowohl der C2 von LG als auch der X90K von Sony beherrschen neben HDR10 und HLG auch Dolby Vision, nicht hingegen HDR10+. Dazu unterstützt der OLED-TV den Filmmaker Mode, der LCD-Fernseher den Netflix Adaptive Calibrated Mode.
Hinsichtlich Smart-Home-Konnektivität lassen sich beide Fernseher neben herstellereigenen Sprachsteuerungen auch mit den bekannten Assistenten Amazon Alexa und Google Assistant per Stimme bedienen. Der X90K ist dazu via Chromecast built-in sowie Apple AirPlay und HomeKit mit anderen Geräten vernetzbar. LG integriert im C2 seine eigene Smart-Home-Plattform ThinQ und bietet ebenfalls Konnektivität zu den Apple-Diensten.
Gaming und Input Lag
Wie auch schon bei den anderen Kapiteln hat auch im Bereich Gaming der LG C2 die besseren Argumente auf seiner Seite. Dies belegen unter anderem die geringeren Latenzwerte. Der C2 hat Input Lags von 14 bzw. 5 ms, der Sony X90K von 18 bzw. 10 ms für 1080p sowie 4K mit 60 bzw. 120 Hz.
Auch bei den weiteren Gaming-Features gibt es einige Vorteile beim OLED-Modell. Zwar kommen beide mit den HDMI-Merkmalen ALLM (Auto Low Latency Mode) und VRR (Variable Refresh Rate) sowie dem Anti-Tearing-Mechanismus Nvidia G-SYNC daher. AMD FreeSync steht hingegen nur beim C2 auf der Habenseite. Dazu kommt LGs eigenes Feature Game Optimzier, einer zentralen Anlaufstelle für wichtige Einstellungen und Informationen rund ums Gaming.
Eigenschaft | LG OLED C2 | Sony X90K |
Input Lag 1080p | 14 ms | 18 ms |
Input Lag 4K (60 Hz) | 14 ms | 18 ms |
Input Lag 4K (120 Hz) | 5 ms | 10 ms |
Input Lag 1080p VRR | 13 ms | ungetestet |
Input Lag 4K VRR | 13 ms | ungetestet |
ALLM | ja | ja |
HDMI Forum VRR | ja | ja |
Freesync | ja | nein |
G-SYNC | ja | ja |
HDMI 2.1 | ja, 4 x (48 Gbit/s) | ja, 2 x (HDMI 3, 4) |
Quelle: teilweise rtings.com
Unterschiede im Design
Optisch gehen die beiden Hersteller etwas unterschiedliche Wege, was die Aufstellung als Alternative zur Wandmontage über den VESA-Standards betrifft. LG stellt seinen C2 in gewohnter Manier auf einen recht breiten und mittig positionierten Standfuß, der bei anderen Modellen (abgesehen von der 83-Zoll-Version) aber noch gewaltiger ausfällt bzw. ausgefallen ist. Der 42-Zöller steht auf zwei Standfüßen.

Sony hat sich hingegen einen tollen Kniff für seine ebenfalls zwei schmalen Standfüße einfallen lassen. Denn es handelt sich hierbei um einen Multipositionsfuß, der sich in drei Stellungen bringen lässt. Je nach Wunsch und Platzangebot können die Füße auf der Standard-Position, eng beisammen (schmale Position) oder besonders weit auseinander stehen. Letztgenannte Soundbar-Position ist besonders gut geeignet, wenn Du einen recht breiten Soundriegel vor dem Fernseher positionieren möchtest.

Ansonsten gibt es klassische Kost. Beim LG C2 fällt der das Display umrandende Rahmen mit 7 mm deutlich schmaler aus als beim Sony X90K mit 11 mm, fällt zudem in Silber weniger auf als beim LCD in Schwarz. Zudem ist der OLED-TV, wie man es von dieser Panel-Technologie kennt, natürlich deutlich dünner, vor allem im oberen Bereich. Dort misst er nur wenige Millimeter. Weiter unten, wo Technik und Anschlüsse stecken, sind es ebenfalls dünne 44 mm. Dagegen ist der Sony LCD-TV mit seinen 70 mm recht dick, wobei dies für Fald-TV kein ungewöhnlicher Wert ist. Samsung hingegen schafft es aber trotz Fald die Tiefe bei der QLED-Serie deutlich zu reduzieren.

Bilddiagonale und UVP im Vergleich
Dass es einen OLED-TV in mehr Größen gibt als einen LCD, war in den vergangenen Jahren ein eher seltenes Bild. 2022 ist dies aber so.
Denn LG hat die verfügbaren Diagonalen im Vergleich zum Vorgänger LG OLED C1 fleißig ausgebaut. Erstmals bietet man die OLED-Technologie auch mit überschaubaren 42 Zoll an. Dazu kommen neben den vom Vorgänger bekannten Größen 48, 55, 65 und 77 Zoll 2022 noch ein neues Top-Modell mit stolzen 83 Zoll Diagonale. Sony bietet seinen X90K hingegen „nur“ in vier Diagonalen mit 55, 65, 75 und 85 Zoll an. Wenn Du einen Fernseher kleiner 55 Zoll suchst, wirst Du in diesem Fall also nur bei LG fündig.
Unverändert ist hingegen, dass die OLED-Technologie im Vergleich zu LCD-TVs einen ziemlichen Preisaufschlag kostet. So kostet der X90K mit 55 Zoll und einer UVP von 1.599 Euro 200 Euro weniger als der 48 Zoll große LG C2 und satte 700 Euro als der gleichgroße OLED. Mit steigender Größe wächst auch der Preisunterschied an, der bei 83 bzw. 85 Zoll dann bei 3.500 Euro mündet. Während LG für den um 2 Zoll kleineren C2 eine UVP von 7.499 Euro erhebt, kostet der X90K von Sony mit 3.999 Euro fast nur halb so viel.
Diagonale | Modell | Preis (UVP) | Kosten pro Zoll | Modell | Preis (UVP) | Kosten pro Zoll | Differenz |
42 | OLED42C2 | 1.649 € | 39 € | – | |||
48 | OLED48C2 | 1.799 € | 37 € | – | |||
55 | OLED55C2 | 2.299 € | 42 € | XR-55X90K | 1.599 € | 29 € | -700 € |
65 | OLED65C2 | 3.199 € | 49 € | XR-65X90K | 1.999 € | 31 € | -1.200 € |
75/77 | OLED77C2 | 5.399 € | 70 € | XR-75X90K | 2.699 € | 36 € | -2.700 € |
83/85 | OLED83C2 | 7.499 € | 90 € | XR-85X90K | 3.999 € | 47 € | -3.500 € |
Datenblätter des LG C2 und Sony X90K im Vergleich
Eine relevante Übersicht über die wichtigsten Daten findest Du über unser Vergleichs-Tool. Du kannst außerdem weitere TV-Modelle zum Vergleich hinzufügen und Dir so mehrere Hersteller gleichzeitig anschauen.
OLED83C29LA | XR-85X90K | |
Bildschirmdiagonale | 83 Zoll | 85 Zoll |
Bildschirmauflösung | UHD (3840 x 2160 Pixel) | UHD (3840 x 2160 Pixel) |
Recorderfunktion (PVR) | ja | Ja (1Rec) (außer Italien) |
HDMI-Anschlüsse | 4 x HDMI 2.1 |
Aktuelle Angebote
Die aktuellen Angebote zum LG C2 und Sony X90K haben wir Dir in unserer Live-Preis-Abfrage zusammengestellt:
Empfehlung
Letztendlich ist eine Empfehlung schwierig. Denn wir vergleichen hier nicht nur Fernseher mit unterschiedlichen Panel-Technologien, sondern letztendlich auch aus zwei verschiedenen Preisklassen. Der LG OLED C2 ist gerade bei den größeren Diagonalen deutlich, teils sogar doppelt so teuer im Vergleich zum Sony X90K FALD LCD.
Spielt der Preis bei Deiner Kaufentscheidung nur eine untergeordnete Rolle und suchst Du einen Fernseher mit dem bestmöglichen Bild, dann ist der LG C2 eine gute Wahl – wobei dann der LG G2 sogar der noch attraktivere OLED-TV ist. Gerade beim Kontrast glänzt das OLED-Panel, bietet dazu eine gute Helligkeit und Farbwiedergabe sowie viermal HDMI 2.1.
Aber auch der Sony X90K braucht sich in diesem Duell nicht zu verstecken. Die Ausstattung ist in vielen Belangen ebenbürtig, auch wenn der LCD TV bei den Gaming-Eigenschaften nicht mithalten kann und nur zweimal HDMI 2.1 aufweist. Auch hier ist die Bildqualität gut. Sie kann zwar nicht in allen Belangen mit dem OLED mithalten, hat aber ebenfalls ihre Stärken. Dafür ist er aber eben auch deutlich günstiger und somit die ideale Wahl, die einen guten Fernseher zu einem gehobenen, aber angemessenen Preis suchen.

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