Der LG G1 war 2021 eines der ersten OLED-Modelle mit Evo-Panel und setzte neue Maßstäbe bei Kontrast, Design und Gaming. Drei Jahre später folgt mit dem LG G4 ein Nachfolger, der technisch in vielen Punkten nachgelegt hat: mehr Helligkeit durch MLA-Technologie, 144 Hz statt 100 Hz und ein leistungsstärkerer Bildprozessor. Auch bei HDMI-Bandbreite, Tonformaten und dem Smart-TV-System gibt es klare Unterschiede. Doch wie groß fällt der Abstand in der Praxis wirklich aus? Und lohnt sich ein Umstieg, wenn Du bereits einen G1 besitzt – oder reicht der ältere OLED weiterhin aus?
Zusammenfassung der Unterschiede zwischen dem LG G4 und LG G1
Hier findest Du für den schnellen Überblick eine Zusammenfassung aller wesentlichen Unterschiede zwischen den Modellen LG G4 und LG G1.
Vorteile des LG G4
- Deutlich höhere Helligkeit durch MLA-Panel
- 144 Hz native Bildwiederholrate für flüssigere Darstellung
- HDMI 2.1 mit voller 48 Gbit/s an allen Anschlüssen
- DTS-Unterstützung für breitere Audio-Kompatibilität
- WebOS 2024 mit Re:New für langjährigen Software-Updates
- AI Sound Pro mit virtuellem 9.1.2-Upmix für räumlicheren Klang
Vorteile des LG G1
- BFI bis 120 Hz für bessere Bewegungsschärfe bei 60 Hz-Inhalten
- Sehr gute Farbraumabdeckung mit 99 % DCI-P3
Tabellarische Übersicht zu den Unterschieden
Der LG G4 ist in fast allen Bereichen weiterentwickelt worden. Er bietet ein deutlich helleres Bild durch MLA, eine höhere Bildwiederholrate mit 144 Hz und den neueren Alpha 11 Prozessor. Auch beim Ton gibt es Fortschritte: DTS wird wieder unterstützt, der Klang ist räumlicher abgestimmt. Die HDMI-Anschlüsse liefern vollen Datendurchsatz mit 48 Gbit/s. Im Vergleich dazu ist der LG G1 technisch klar veraltet, bleibt aber ein guter OLED-TV mit solidem Bild und sehr guter Bewegungsschärfe durch BFI mit 120 Hz. Ob sich ein Wechsel lohnt, hängt davon ab, wie viel Dir Bildhelligkeit, Gaming-Performance und Software-Zukunft wert sind.
Modellname | LG G4 | LG G1 | ||
Design | ||||
Bild | 4K-Auflösung OLED mit MLA (außer 97 Zoll) 144 Hz native Bildwiederholrate Farbtiefe: 10 Bit Black Frame Insertion (BFI): ja (bis zu 60 Hz) Alpha 11 4K AI Bildprozessor Perfect Viewing Angle a11 AI Upscaling |
4K Auflösung 100 Hz native Bildwiederholrate OLED Evo Panel 10 Bit Farbtiefe Alpha 9 Gen 4 AI Bildprozessor Perfect Viewing Angle Black Frame Insertion (BFI) mit max. 120 Hz True Color Accuracy Pro (33x33x33 LUT) AI Upscaling AI Picture Pro Image Enhancing mit Quad Step Noise Reduction |
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Ton | 4.2 Kanal Audiosystem 60 Watt Ausgangsleistung (20 Watt Subwoofer) Down Firing Lautsprecher Dolby Atmos DTS eARC AI Sound Pro (Virtual 9.1.2 Up-mix) |
4.2 Kanal Audiosystem 60 Watt Ausgangsleistung (20 Watt Subwoofer) Down Firing Lautsprecher Dolby Atmos eARC Kein DTS AI Sound Pro mit Verbesserung bei Sprachwiedergabe mit automatischer Genre-Wahl |
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HDR | HDR10: ja HLG: ja Dolby Vision: ja HDR10+: nein |
HDR10: ja HLG: ja Dolby Vision: ja HDR10+: nein |
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Ausstattung | Smart TV: WebOS 2024 mit Re:New Tuner: 2 x DVB-T2/C/S2 PVR: ja HDMI: 4 davon HDMI 2.1: ja, 4 x (48 Gbit/s) USB: 3 Timeshift Magic Remote MR24 Dolby Vision IQ Filmmaker Mode Modelle G49LS mit Standfuß |
WebOS 6.0 2 x DVB-T2/C/S2 PVR Timeshift Magic Remote Dolby Vision IQ Filmmaker Mode HFR mit 4K via HDMI, USB, TV-Empfang 4 x HDMI 2.1 mit 40 GBit/s Slim Bracket Wandhalterung im Lieferumfang enthalten |
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Gaming und Input Lag | 1080p@60 Hz: 10 ms 4K@60 Hz: 10 ms 4K@120 Hz: 5 ms HDMI Forum VRR: ja Freesync: ja G-SYNC: ja ALLM: ja Game Optimizer |
1080p@60 Hz: 10 ms 4K@60 Hz: 10 ms 4K@120 Hz: 6 ms 1080p VRR: 5 ms 4K VRR: 5 ms Automatic Low Latency Mode (ALLM) NVidia G-Sync Freesync Premium Game Optimizer |
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Einschränkungen | Modelle G48LW ohne Standfuß im Lieferumfang (G49LS mit Standfuß) | keine DTS-Unterstützung keine Standfüße im Lieferumfang |
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Aktuelle Preise | OLED55G48LW (1.499,00 €) OLED55G49LS (1.590,00 €) OLED65G49LS (1.799,00 €) OLED77G48LW (2.699,00 €) OLED83G48LW (4.097,00 €) OLED97G48LW (17.999,99 €) |
OLED55G19LA OLED65G19LA OLED77G19LA (3.549,00 €) |
Quelle: teilweise rtings.com
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- Alpha 11 Bildprozessor, bis zu 144 Hz native Bildwiederholrate, HDMI 2.1, OLED Evo Panel mit verbesserter Wärmeableitung, Micro Lens Array (MLA) für höhere Helligkeit, Black Frame Insertion (BFI), 2024er Modelljahr, Gallery Design, Magic Remote, ohne Standfuß (erkennbar am Suffix LW)
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Einordnung ins Lineup, Diagonalen und UVP im Vergleich
Der LG G4 ist das Oberklassemodell im OLED-Lineup 2024 und liegt über dem C4. Er bietet ein MLA-Panel (außer beim 97-Zoll-Modell) sowie den stärkeren Alpha 11 Prozessor. Darüber positioniert sich nur noch der M4, der zusätzlich auf kabellose Signalübertragung mit Zero Connect setzt.
Der G1 war 2021 ebenfalls oberhalb des C1 angesiedelt, hatte aber noch kein MLA. In beiden Jahren steht der G-Serie also ein etwas günstigeres C-Modell gegenüber und ein technisch aufwendigeres Modell darüber.
Der UVP des LG G4 liegt in den Größen 55 und 65 Zoll jeweils über dem G1, mit einem Preisaufschlag von 400 bis 500 Euro. In diesen Diagonalen richtet sich der G4 also klar an Käufer, die bereit sind, für technische Weiterentwicklungen wie MLA und einen besseren Prozessor mehr zu zahlen. Ab 77 Zoll kehrt sich das Verhältnis um: Hier ist der G4 in der Einführung sogar 1.000 Euro günstiger als der damalige G1. Das deutet auf eine veränderte Preisstrategie bei großen OLEDs hin. Der G4 ist zudem in 83 und 97 Zoll verfügbar, während es den G1 nur bis 77 Zoll gab. Käufer haben beim G4 damit deutlich mehr Auswahl bei sehr großen Bildformaten.
Diagonale | Modell | Preis (UVP) | Kosten pro Zoll | Modell | Preis (UVP) | Kosten pro Zoll | Differenz |
55 | OLED55G49LS | 2.799 € | 51 € | OLED55G1 | 2.399 € | 44 € | 400 € |
65 | OLED65G49LS | 3.999 € | 62 € | OLED65G1 | 3.499 € | 54 € | 500 € |
77 | OLED77G48LW | 5.499 € | 71 € | OLED77G1 | 6.499 € | 84 € | -1.000 € |
83 | OLED83G48LW | 8.699 € | 105 € | – | – | ||
97 | OLED97G48LW | 29.999 € | 309 € | – | – |
Bild im Vergleich: G4 mit höherer Helligkeit dank MLA und 144 Hz
Beide Fernseher arbeiten mit 4K-OLED-Panels, liefern ein natives Kontrastverhältnis von unendlich:1 und unterstützen 10 Bit Farbtiefe pro Farbkanal.
Der größte Unterschied liegt in der verwendeten Bildschirmtechnologie. Der LG G4 nutzt ein OLED-Panel mit MLA, also Micro Lens Array. Dabei handelt es sich um eine zusätzliche Schicht aus mikroskopisch kleinen Linsen, die das Licht der OLED-Subpixel gezielter nach vorn bündeln. Dadurch erhöht sich die Effizienz der Lichtausgabe, was zu deutlich höherer Helligkeit führt – ohne dass mehr Energie verbraucht wird. Der G1 arbeitet mit einem OLED Evo Panel ohne MLA. Es basiert auf optimierten OLED-Materialien, kann aber nicht dieselbe Helligkeit erreichen. Panels mit MLA wirken bei Tageslicht klarer, erzeugen im HDR-Modus brillantere Spitzlichter und verbessern auch den wahrgenommenen Kontrast. Besonders in hellen Räumen oder bei HDR-Inhalten bietet das MLA-Panel damit spürbare Vorteile. Mehr Details zu MLA gibt es in diesem Artikel: Was ist Micro Lens Array (MLA) beim TV, OLED und Monitoren?

Das Ergebnis ist eine deutlich höhere Spitzenhelligkeit. Im SDR-Modus erreicht der G4 in einem 10 %-Fenster 600 cd/m², der G1 nur 400 cd/m². Auch in realen SDR-Szenen liegt der G4 mit 510 cd/m² klar vor dem G1 mit 300 cd/m².

Der Unterschied fällt im HDR-Bereich noch stärker aus. Der G4 erzielt in einem 10 %-HDR-Fenster bis zu 1400 cd/m², was für OLED sehr hoch ist. Der G1 schafft im selben Szenario nur 830 cd/m². In realen HDR-Bildern wie etwa bei Feuer, Reflektionen oder Sonnenlicht erreicht der G4 1100 cd/m², während der G1 auf 730 cd/m² kommt. Das macht sich sichtbar in besserem Glanz, mehr Tiefe und realistischerem Lichtverhalten. Beide TVs liefern perfektes Schwarz, aber der G4 erzeugt durch die höhere Maximalhelligkeit stärkere Kontraste.
Bei der Bewegungsdarstellung liegt der G4 ebenfalls vorne. Mit 144 Hz bietet er eine höhere native Bildwiederholrate als der G1 mit 100 Hz. Das sorgt bei entsprechendem Quellmaterial – etwa beim Gaming mit PC oder Konsole – für noch flüssigere Bewegungsabläufe. Der G1 kann jedoch BFI bis 120 Hz einsetzen, was die Bewegungsdarstellung bei 60-Hz-Quellen verbessert. Der G4 unterstützt BFI nur bis 60 Hz, ist dafür aber durch die höhere native Frequenz besser für Inhalte jenseits der Standardbildraten geeignet.
Die Blickwinkelstabilität fällt je nach Kriterium unterschiedlich aus. Der G4 zeigt Farbveränderungen erst ab einem Winkel von 70 Grad, der G1 bereits ab 26 Grad. Bei der Helligkeit verändert sich das Bild beim G4 erst ab 70 Grad, beim G1 schon ab 63 Grad. Schwarzwertveränderungen treten bei beiden Geräten erst ab 70 Grad auf. Das Panel des G4 ist damit insgesamt stabiler, besonders bei Farben, was auf eine bessere Schichtstruktur im MLA-Panel hindeutet.
Die Farbräume liegen auf ähnlichem Niveau. DCI-P3 deckt der G1 mit 99 % minimal besser ab als der G4 mit 97 %. Beim erweiterten Rec.2020 liegen beide gleichauf. Diese Unterschiede sind messbar, aber in der Praxis kaum sichtbar. Beide Geräte eignen sich für farbtreue HDR-Darstellung.

Beim BFI, also der Black Frame Insertion, unterscheiden sich die beiden Modelle deutlich. Der LG G1 unterstützt BFI bis 120 Hz. Das bedeutet, er kann bei 60-Hz-Inhalten jedes zweite Bild durch ein schwarzes Frame ersetzen, was die Bewegungsdarstellung sichtbar schärfer macht. Diese Technik reduziert Bewegungsunschärfe, ohne die Bildfrequenz zu verändern. Der G4 hingegen unterstützt BFI nur bis 60 Hz. Dadurch fehlt ihm diese Option bei 120-Hz-Signalen, was vor allem bei Gaming oder hochwertigen 60-Hz-Filminhalten relevant sein kann. Obwohl der G4 durch seine native 144-Hz-Wiedergabe eine sehr flüssige Darstellung ermöglicht, bietet der G1 mit seiner flexibleren BFI-Unterstützung bei klassischen Bildfrequenzen in dieser Hinsicht einen Vorteil.

Der LG G4 verwendet den Alpha 11 Bildprozessor, während im G1 der ältere Alpha 9 Gen 4 arbeitet. Beide Prozessoren basieren auf KI-gestützter Bildverarbeitung, unterscheiden sich aber deutlich bei Leistung und Funktionsumfang. Der Alpha 11 ist aufwändiger konstruiert, analysiert Bildinhalte schneller und in mehr Ebenen gleichzeitig. Das betrifft etwa das Upscaling, also das Hochrechnen von niedrig aufgelösten Quellen auf 4K. Der G4 erkennt dabei feine Details besser und stellt Konturen sauberer dar. Auch die Szenenerkennung und adaptive Kontrastanpassung reagieren im G4 schneller und gezielter. Der G1 arbeitet zwar ebenfalls mit AI Picture Pro, bietet aber eine ältere Version mit reduzierter Objekterkennung und weniger komplexer Farbsteuerung. In der Praxis führt das beim G4 zu einem sichtbar ausgewogeneren und stabileren Bild, besonders bei gemischtem oder nicht nativem Material.
Insgesamt liefert der G4 das sichtbar hellere, kontrastreichere und flüssigere Bild. Der G1 bleibt in puncto Farbgenauigkeit und BFI-Flexibilität konkurrenzfähig, ist dem G4 aber in fast allen anderen Punkten unterlegen.
Modellname | LG G4 | LG G1 |
Auflösung | 4K | 4K |
native Bildwiederholrate | 144 Hz | 100 Hz |
Bildschirmform | flach | flach |
Kontrastverhältnis (nativ) | unendlich:1 | unendlich:1 |
Paneltyp | OLED mit MLA (außer 97 Zoll) | OLED Evo |
SDR Peak 10% | 600 cd/m² | 400 cd/m² |
SDR Real Scene | 510 cd/m² | 300 cd/m² |
HDR Peak 10% | 1400 cd/m² | 830 cd/m² |
HDR Real Scene | 1100 cd/m² | 730 cd/m² |
Veränderung der Farben ab | 70° | 26° |
Veränderung der Helligkeit ab | 70° | 63° |
Veränderung der Schwarzwerte ab | 70° | 70° |
Farbraumabdeckung DCI P3 | 97% | 99% |
Farbraumabdeckung Rec.2020 | 72% | 73% |
BFI | ja (bis zu 60 Hz) | ja (bis 120 Hz) |
Auflösung pro Farbkanal | 10 Bit | 10 Bit |
Quelle: teilweise rtings.com
Soundsystem und Audio: G4 mit DTS-Unterstützung
Beide Fernseher setzen auf ein 4.2-Kanal-Audiosystem mit 60 Watt Gesamtleistung, davon 20 Watt für den Subwooferanteil. Die Lautsprecher sind nach unten gerichtet, was eine Wandreflexion zur Klangverteilung nutzt. Auch Dolby Atmos und der eARC-Standard sind bei beiden Modellen vorhanden.
Unterschiede gibt es beim Tieftonbereich und der Audioverarbeitung. Der G4 erreicht eine tiefere Subwooferwiedergabe bis 80 Hz, der G1 nur bis 65 Hz. Das kann bei tiefen Effekten wie Explosionen oder Bassläufen spürbar mehr Fülle bringen.
Entscheidender ist jedoch die Rückkehr von DTS beim G4. In den Modelljahren rund um den G1 hatte LG DTS vollständig gestrichen – damit konnten entsprechende Formate nur noch als Stereo oder gar nicht wiedergegeben werden. Der G4 behebt dieses Defizit und bietet wieder vollständige DTS-Unterstützung, was insbesondere für Heimkino-Nutzer mit externem Zuspielmaterial ein klarer Vorteil ist.
Auch beim AI Sound Pro wurde die Funktion erweitert: Der G4 simuliert ein 9.1.2-Klangfeld, was für einen deutlich räumlicheren Sound sorgt. Der G1 setzt stattdessen auf Sprachoptimierung und automatische Genre-Anpassung. Damit ist der G4 auch klanglich hörbar moderner.
Ausstattung und HDR-Unterstützung: G4 mit neuerem WebOS und Re:New
Beide Fernseher bieten eine umfangreiche Grundausstattung. Dazu zählen je vier HDMI-Anschlüsse, drei USB-Ports, doppelte Tuner für DVB-T2, Kabel und Satellit, sowie Funktionen wie Timeshift und PVR zur Aufnahme und zeitversetzten Wiedergabe. Auch HDR-Formate wie HDR10, HLG und Dolby Vision werden unterstützt. HDR10+ fehlt bei beiden, was bei LG traditionell nicht implementiert wird. Dolby Vision IQ ist bei beiden Modellen dabei und passt Kontrast und Helligkeit dynamisch an das Umgebungslicht an.
Ein technischer Unterschied liegt bei der HDMI-Bandbreite. Während der G4 an allen vier HDMI-2.1-Anschlüssen den vollen Durchsatz von 48 Gbit/s unterstützt, sind es beim G1 nur 40 Gbit/s. Diese Differenz kann bei gleichzeitiger Nutzung von 4K mit 120 Hz, voller Farbtiefe und Farbraum relevant werden – etwa für High-End-Gaming oder professionelle Zuspieler.
Beim Betriebssystem setzt der G4 auf WebOS 2024, während der G1 mit dem älteren WebOS 6.0 ausgeliefert wurde. WebOS 2024 ist nicht nur moderner gestaltet, sondern auch Teil von LGs Re:New-Programm. Dieses sorgt dafür, dass zentrale Komponenten der Benutzeroberfläche über mehrere Jahre hinweg aktualisiert werden können. Der G1 erhält dagegen keine Funktionsupdates mehr, sondern bleibt dauerhaft auf dem damaligen Stand.

Ein kleiner Unterschied betrifft die Fernbedienung. Der G4 kommt mit der Magic Remote MR24, die ein überarbeitetes Tastenlayout und mehr Direktzugriffe bietet. Beim G1 ist eine ältere Version im Einsatz. Außerdem wird beim G4 – je nach Modellvariante – ein Standfuß mitgeliefert, was beim G1 grundsätzlich nicht der Fall war. Dafür lag dem G1 eine Slim-Bracket-Wandhalterung bei. Damit ergeben sich auch im Lieferumfang leichte Abweichungen.
Gaming und Input Lag: G4 mit 48 Gbit/s HDMI 2.1
Beide Fernseher sind für Gaming sehr gut geeignet. Der Input Lag ist in fast allen Modi identisch: Bei 1080p und 4K mit 60 Hz beträgt er jeweils 10 Millisekunden. Bei 4K mit 120 Hz ist der G4 minimal schneller mit 5 Millisekunden gegenüber 6 Millisekunden beim G1. Diese Unterschiede sind zwar messbar, aber im Alltag kaum spürbar. Beide unterstützen ALLM (Auto Low Latency Mode), HDMI Forum VRR, AMD FreeSync und NVIDIA G-SYNC. Diese Technologien sorgen für ein flüssigeres Spielerlebnis, indem sie die Bildrate des Fernsehers dynamisch an die Ausgabe der Spielekonsole oder Grafikkarte anpassen.
Ein technischer Unterschied ergibt sich bei HDMI 2.1. Der G4 bietet an allen vier HDMI-Anschlüssen die volle Bandbreite von 48 Gbit/s. Der G1 ist auf 40 Gbit/s limitiert. Diese Differenz kann bei bestimmten Signalkombinationen – etwa 4K mit 120 Hz und vollem Farbraum – relevant sein, wenn Du auf verlustfreie Übertragung ohne Kompression Wert legst. Damit ist der G4 bei anspruchsvoller Nutzung etwas besser für kommende Spiele-Generationen gerüstet.
Modellname | LG G4 | LG G1 |
Input Lag 1080p | 10 ms | 10 ms |
Input Lag 4K (60 Hz) | 10 ms | 10 ms |
Input Lag 4K (120 Hz) | 5 ms | 6 ms |
ALLM | ja | ja |
HDMI Forum VRR | ja | ja |
Freesync | ja | ja |
G-SYNC | ja | ja |
HDMI 2.1 | ja, 4 x (48 Gbit/s) | ja (40 Gbit/s) |
Quelle: teilweise rtings.com
Unterschiede im Design
Beide Fernseher setzen auf ein flaches OLED-Design mit minimalistischem Rahmen, unterscheiden sich aber in einigen Details.
Der Rand des LG G4 ist mit 6 Millimetern etwas schmaler als beim G1 mit 9 Millimetern, was für eine modernere und randlosere Optik sorgt. Die Tiefe fällt beim G4 mit 24 Millimetern geringfügig größer aus als beim G1 mit 21 Millimetern, was bei Wandmontage einen minimalen Unterschied machen kann.
Farblich ist das Gehäuse des G4 schwarz gehalten, während der G1 in einem dunklen Anthrazit kommt. Beim Standfuß gibt es klare Unterschiede je nach Modellvariante: Der G1 wurde grundsätzlich ohne Standfuß ausgeliefert, beim G4 ist bei der Variante G49LS ein schwarzer Standfuß enthalten, bei G48LW hingegen ebenfalls keiner. Damit bietet der G4 im Lieferumfang je nach Ausführung mehr Flexibilität, während der G1 auf eine reine Wandmontage ausgelegt war.
Datenblätter des LG G4 und LG G1 im Vergleich
Eine gute Übersicht über die wichtigsten Daten findest Du über unser Vergleichs-Tool. Du kannst außerdem weitere TV-Modelle zum Vergleich hinzufügen und Dir so mehrere Hersteller gleichzeitig anschauen.
OLED97G48LW | OLED77G19LA | |
Bildschirmauflösung | UHD (3840 x 2160 Pixel) | UHD (3840 x 2160 Pixel) |
Bildschirmdiagonale | 97 Zoll | 77 Zoll |
USB-Anschlüsse | 3 (USB 2.0) | 3 x USB 2.0 |
WLAN integriert | Ja (Wi-Fi 6/802.11ax) |
Aktuelle Angebote
Die aktuellen Angebote zum LG G4 und LG G1 haben wir Dir in unserer Live-Preis-Abfrage zusammengestellt:
aktuelle Angebote am 04.04.25
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Empfehlung
Der LG G4 lohnt sich für alle, die Wert auf modernste OLED-Technik legen.
Durch das MLA-Panel erreicht er deutlich höhere Helligkeiten in SDR und HDR. Damit eignet er sich besser für helle Räume und liefert mehr Brillanz bei HDR-Inhalten. Die 144 Hz Bildwiederholrate, HDMI 2.1 mit 48 Gbit/s an allen Ports und die Rückkehr von DTS machen ihn auch für Gamer und Heimkino-Fans interessant. Hinzu kommt WebOS 2024 mit Re:New, das langfristig aktualisierbar bleibt. Auch beim Ton liefert der G4 mit AI Sound Pro und DTS breitere Optionen für den Klang.
Der LG G1 bleibt eine solide Wahl, wenn Du bereits eines der Modelle besitzt und keine speziellen Anforderungen hast.
Er bietet echtes OLED Evo mit sehr guter Bildqualität, exzellenter Farbraumabdeckung und eine flexible BFI-Funktion bis 120 Hz – was Bewegungsdarstellung bei 60 Hz verbessern kann. Auch das Design mit geringer Tiefe und Slim-Bracket-Wandhalterung war durchdacht. Wenn Du HDR eher selten nutzt, in dunkler Umgebung schaust und mit WebOS 6.0 zufrieden bist, musst Du nicht zwingend umsteigen.
Ein Upgrade lohnt sich besonders dann, wenn Du die Stärken des G4 aktiv nutzt.
Das betrifft vor allem HDR-Filmwiedergabe, aktuelle Gaming-Hardware oder langfristige Softwareunterstützung. Wer dagegen mit dem G1 heute noch zufrieden ist, erhält weiterhin ein gutes OLED-Bild – nur eben ohne die Fortschritte der letzten Jahre.
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