Der Vergleich zwischen dem LG G4 und dem Samsung S95C erinnert an zwei Sportwagen, die mit unterschiedlicher Technik auf Höchstleistung ausgelegt sind. Der LG G4 ist wie ein präzise abgestimmter Verbrenner mit klassischer Mechanik, hoher Kontrolle und klarer Linienführung – ausgestattet mit WOLED und Mikro-Linsen für maximale Helligkeit, Dolby Vision und voller HDMI-Bandbreite. Der Samsung S95C hingegen fährt den Weg des modernen Elektro-Sportlers: flach, effizient, mit QD-OLED für brillante Farben, innovativem Design und intelligentem Kabelmanagement über die One Connect Box.
Beide liefern ein überzeugendes Gesamtpaket, doch ihr Charakter ist grundverschieden. Willst Du Kontrolle, Helligkeit und Formtreue? Oder ziehst Du Farbintensität, Leichtigkeit und technische Integration vor? Welcher TV passt besser zu Deinem Stil?
Zusammenfassung der Unterschiede zwischen dem LG G4 (2024) und Samsung S95C (2023)
Hier findest Du für den schnellen Überblick eine Zusammenfassung aller wesentlichen Unterschiede zwischen den Modellen LG G4 (2024) und Samsung S95C (2023).
Vorteile des LG G4 (2024)
- Sehr hohe HDR-Helligkeit dank MLA-Technologie (außer 97 Zoll)
- Unterstützung von Dolby Vision und DTS
- 4x HDMI 2.1 mit voller 48 Gbit/s-Bandbreite
- WebOS 2024 mit Re:New-Plattform und Magic Remote
- Etwas günstiger bei gleicher Zollgröße
- Galerie-Design für wandbündige Montage
Vorteile des Samsung S95C (2023)
- Brillantere Farben durch QD-OLED und 100 % DCI-P3
- Extrem flaches Design mit nur 12 mm Bautiefe
- One Connect Box für aufgeräumte Kabelverlegung
- Leistungsstarkes 4.2.2 Soundsystem mit OTS und Q-Symphony
- Ambient Mode und Bluetooth Dual Audio
- Sehr gute HDR10+ Unterstützung, aber kein Dolby Vision
Tabellarische Übersicht zu den Unterschieden
Der LG G4 nutzt OLED mit MLA-Technologie, während der Samsung S95C auf QD-OLED setzt. Beide unterstützen 144 Hz, aber der LG punktet mit Dolby Vision und DTS, der Samsung dagegen mit HDR10+ und Q-Symphony. Unterschiede zeigen sich auch beim Betriebssystem und bei der Fernbedienung: WebOS mit Magic Remote beim LG, TizenOS und Solar Cell Remote beim Samsung. Beim Ton hat der S95C mehr Leistung, der G4 bietet dafür DTS und AI Sound Pro. Die Gaming-Performance ist nahezu identisch.
Modellname | LG G4 | Samsung S95C | ||
Design | ||||
Bild | 4K-Auflösung OLED mit MLA (außer 97 Zoll) 144 Hz native Bildwiederholrate Farbtiefe: 10 Bit Black Frame Insertion (BFI): ja (bis zu 60 Hz) Alpha 11 4K AI Bildprozessor Perfect Viewing Angle a11 AI Upscaling |
4K-Auflösung QD-OLED 144 Hz native Bildwiederholrate Farbtiefe: 10 Bit Black Frame Insertion (BFI): ja (bis zu 60 Hz) Neural Quantum Processor 4K |
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Ton | 4.2 Kanal Audiosystem 60 Watt Ausgangsleistung (20 Watt Subwoofer) Down Firing Lautsprecher Dolby Atmos DTS eARC AI Sound Pro (Virtual 9.1.2 Up-mix) |
4.2.2 Kanal Audiosystem 70 Watt Ausgangsleistung (inkl. Woofer) Dolby Digital Plus eARC via HDMI-3 Dolby Atmos via TrueHD mit eARC Q-Symphony Object Tracking Sound (OTS) Dual Audio Support (Bluetooth) |
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HDR | HDR10: ja HLG: ja Dolby Vision: ja HDR10+: nein |
HDR10: ja HLG: ja Dolby Vision: nein HDR10+: ja |
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Ausstattung | Smart TV: WebOS 2024 Tuner: 2 x DVB-T2/C/S2 PVR: ja HDMI: 4 davon HDMI 2.1: ja, 4 x (48 Gbit/s) USB: 3 Timeshift Magic Remote MR24 Dolby Vision IQ Filmmaker Mode Modelle G49LS mit Standfuß |
Smart TV: TizenOS 2023 Tuner: 2 x DVB-T2/C/S2 PVR: ja HDMI: 4 davon HDMI 2.1: ja, 4x (40 Gbit/s) USB: 3 Timeshift Samsung Solar Cell Smart Remote Bluetooth Ambient Mode 4 x HDMI 2.1 mit 4K@120 Hz (Update: 40 Gbit/s nach einem Firmware-Update, nicht mehr 48 GBit/s) One Connect Box mit zwei Kabellängen (0,3m und 2,4m), montierbar hinter dem Standfuß |
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Gaming und Input Lag | 1080p@60 Hz: 10 ms 4K@60 Hz: 10 ms 4K@120 Hz: 5 ms HDMI Forum VRR: ja Freesync: ja G-SYNC: ja ALLM: ja Game Optimizer |
1080p@60 Hz: 9 ms 4K@60 Hz: 10 ms 4K@120 Hz: 5 ms HDMI Forum VRR: ja Freesync: ja G-SYNC: ja ALLM: ja Game Bar 3.0 |
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Einschränkungen | Modelle G48LW ohne Standfuß im Lieferumfang (G49LS mit Standfuß) | kein DTS | ||
Aktuelle Preise | OLED55G48LW (1.599,00 €) OLED55G49LS (1.599,00 €) OLED65G49LS (1.799,00 €) OLED77G48LW (2.899,00 €) OLED83G48LW (3.999,00 €) OLED97G48LW (17.999,99 €) |
GQ55S95C (1199,00 EUR) GQ65S95C (2255,99 EUR) GQ77S95C (2099,99 EUR) |
Quelle: teilweise rtings.com
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Einordnung ins Lineup, Diagonalen und UVP im Vergleich
Der LG G4 gehört zur oberen Mittelklasse im OLED-Lineup von LG und bietet deutliche Verbesserungen gegenüber dem C4. Er nutzt den neuen Alpha 11 Prozessor und setzt auf MLA-Technologie für höhere Spitzenhelligkeit und bessere Blickwinkelstabilität – außer beim 97-Zoll-Modell. Auch bei der Bildwiederholrate ist er dem C4 ebenbürtig, bietet aber ein hochwertigeres Design. Darüber steht nur der LG M4, der technisch ähnlich ausgestattet ist, aber zusätzlich eine kabellose Zero Connect Box bietet. Der C4 ist somit etwas schwächer, der M4 das Spitzenmodell.
Der Samsung S95C ist das Topmodell unter den QD-OLED-Fernsehern von Samsung im Jahr 2023. Er bietet im Vergleich zum S90C und S92C/S93C/S94C das stärkste Audiosystem, das schlankste Design und als einziger die One Connect Box. Beim Panel, Prozessor und der Bildwiederholrate gibt es keine Unterschiede. Etwas darunter liegt der S93C mit schwächerem Ton und ohne One Connect Box. Ein besseres QD-OLED-Modell gab es 2023 nicht.
Der LG G4 ist in fünf Größen erhältlich: von 55 bis 97 Zoll. Der Samsung S95C wird nur in 55, 65 und 77 Zoll angeboten. In den drei Größen, in denen sich beide Modelle vergleichen lassen, liegt der LG G4 jeweils 100 Euro unter dem UVP des Samsung. Besonders deutlich fällt der Unterschied beim 77-Zöller aus, bei dem der G4 mit 900 Euro weniger gelistet ist. Für 83 und 97 Zoll gibt es beim Samsung kein Modell, hier bietet nur LG eine Option an.
Diagonale | Modell | Preis (UVP) | Kosten pro Zoll | Modell | Preis (UVP) | Kosten pro Zoll | Differenz |
55 | OLED55G49LS | 2.799 € | 51 € | GQ55S95C | 2.899 € | 53 € | -100 € |
65 | OLED65G49LS | 3.999 € | 62 € | GQ65S95C | 4.099 € | 63 € | -100 € |
77 | OLED77G48LW | 5.499 € | 71 € | GQ77S95C | 6.399 € | 83 € | -900 € |
83 | OLED83G48LW | 8.699 € | 105 € | – | – | ||
97 | OLED97G48LW | 29.999 € | 309 € | – | – |
Bild im Vergleich: G4 heller, S95C mit etwas besserer Farbdarstellung
Beide Fernseher bieten eine 4K-Auflösung mit einer nativen Bildwiederholrate von 144 Hz. Das ermöglicht eine flüssige Darstellung von schnellen Bewegungen, etwa bei Sport oder Gaming. Die Bildschirmform ist bei beiden flach, das Kontrastverhältnis liegt bei unendlich:1 – typisch für OLED-Panels, da sie einzelne Pixel komplett abschalten können und somit echtes Schwarz darstellen.
Der wichtigste Unterschied liegt im Paneltyp. Der LG G4 verwendet ein OLED-Panel mit MLA-Technologie, also einer Mikrolinsen-Schicht, die das Licht effizienter bündelt und die Helligkeit steigert. Diese Technik wird beim 97-Zoll-Modell nicht eingesetzt. Der Samsung S95C nutzt ein QD-OLED-Panel (Quantum Dot OLED), das auf eine besonders farbintensive Darstellung optimiert ist, da es blaue OLEDs mit einer Quantum-Dot-Schicht kombiniert. Dadurch erreicht er eine breitere Farbraumabdeckung, vor allem bei stark gesättigten Tönen.
Um bei diesem Unterschied etwas ins Detail zu gehen:
Die WOLED-Technologie basiert auf weißen OLED-Emittern, die mit Farbschichten kombiniert werden, um ein vollständiges Farbspektrum zu erzeugen. Sie bietet eine gleichmäßige Helligkeit und eine konsistente Bilddarstellung, erreicht jedoch in der Farbsättigung oft nicht die Intensität neuartiger Ansätze. Im Gegensatz dazu verwendet die QD-OLED-Technologie einen blauen OLED-Emitter, der durch eine Schicht aus Quantenpunkten in die gewünschten Rot- und Grüntöne umgewandelt wird, was zu einer erweiterten Farbraumabdeckung und lebendigeren Farben führt. Diese Methode ermöglicht es, in bestimmten Bereichen höhere Leuchtdichten zu erzielen und eine intensivere Farbdarstellung zu bieten, wobei die Homogenität der Lichtverteilung leicht variieren kann. Mehr Details findest Du in dem Artikel QD-OLED vs. OLED: aktuelle TV-Technik im Vergleich (QD OLED vs. WOLED).
In Bezug auf die Helligkeit liegt der LG G4 vorne. Im HDR-Modus erreicht er bei einem 10 % Fenster bis zu 1400 cd/m², beim S95C sind es 1210 cd/m². Auch in realen HDR-Szenen liefert der G4 mit 1100 cd/m² mehr als der S95C mit 1060 cd/m². Bei SDR ist das Verhältnis ähnlich: Der G4 erreicht in realen Szenen 510 cd/m², während der S95C nur 390 cd/m² schafft. In einzelnen kleinen Bereichen (10 % Fenster) hat hingegen der Samsung mit 640 cd/m² gegenüber 600 cd/m² leicht die Nase vorn, was in der Praxis jedoch seltener spürbar ist.

Die Farbdarstellung unterscheidet sich ebenfalls deutlich. Der S95C deckt 100 % des DCI-P3-Farbraums ab und erreicht sogar 86 % im anspruchsvolleren Rec.2020-Standard. Der LG G4 liegt bei 97 % DCI-P3 und 72 % Rec.2020. Damit hat der Samsung Vorteile bei sehr farbintensiven HDR-Inhalten, etwa bei modernen Animationsfilmen oder Naturaufnahmen in Dolby Digital Plus oder HDR10+.
In Bezug auf die Blickwinkelstabilität sind beide Geräte nahezu gleichauf. Ab etwa 70 Grad verändert sich die Farbdarstellung sichtbar, beim Schwarzwert liegt der S95C mit einer leichten Veränderung ab 67 Grad etwas hinter dem G4 mit 70 Grad. Für den Alltagsgebrauch und Wohnzimmer mit breiter Sitzverteilung ist das jedoch kaum relevant.
Beide Modelle unterstützen BFI (Black Frame Insertion) bis zu 60 Hz. Diese Technik fügt zwischen den regulären Bildern schwarze Frames ein, um Bewegungsunschärfe zu reduzieren. Besonders bei 60-Hz-Quellen kann das die Klarheit bewegter Objekte verbessern – allerdings auf Kosten der Helligkeit.

Die Farbtiefe beträgt bei beiden 10 Bit pro Farbkanal, was die Darstellung von feinen Farbverläufen ermöglicht und Farbbanding minimiert. Damit erfüllen beide Fernseher die Voraussetzung für hochwertige HDR-Wiedergabe.
Der LG G4 ist mit dem neuen Alpha 11 Bildprozessor ausgestattet, der 2024 eingeführt wurde. Er bietet gegenüber dem Vorgänger eine höhere Rechenleistung und optimiert vor allem das AI-Upscaling, also das Hochrechnen von Inhalten niedrigerer Auflösung auf 4K. Dabei nutzt er Deep-Learning-Algorithmen, um Details zu rekonstruieren und Rauschmuster gezielt zu entfernen. Zusätzlich verbessert der Prozessor die Objekt- und Gesichtserkennung, was sich positiv auf die Bildschärfe und Tiefenwirkung auswirkt.
Der Samsung S95C verwendet den Neural Quantum Processor 4K, der ebenfalls auf künstlicher Intelligenz basiert. Er analysiert Bildinhalte in Echtzeit und passt Farben, Kontraste und Schärfe an. Besonders auffällig ist die Verarbeitung von Hauttönen und komplexen Farbverläufen, was bei HDR-Inhalten einen sehr natürlichen Bildeindruck erzeugt. Zudem optimiert der Prozessor die Helligkeitsverteilung auf dem QD-OLED-Panel.
Beide Chipsätze nutzen AI-Verfahren, aber der Alpha 11 setzt stärker auf Upscaling, während der Neural Quantum Processor die Bildanpassung dynamisch an Szene und Inhalt orientiert.
Insgesamt bietet der LG G4 höhere Helligkeit und einen klassischen OLED-Look mit verbessertem Lichtmanagement durch MLA. Der Samsung S95C punktet bei der Farbraumabdeckung und nutzt mit QD-OLED eine modernere Paneltechnik, die vor allem bei Farben überzeugt.
Modellname | LG G4 | Samsung S95C |
Auflösung | 4K | 4K |
native Bildwiederholrate | 144 Hz | 144 Hz |
Bildschirmform | flach | flach |
Kontrastverhältnis (nativ) | unendlich:1 | unendlich:1 |
Paneltyp | OLED mit MLA (außer 97 Zoll) | QD-OLED |
SDR Peak 10% | 600 cd/m² | 640 cd/m² |
SDR Real Scene | 510 cd/m² | 390 cd/m² |
HDR Peak 10% | 1400 cd/m² | 1210 cd/m² |
HDR Real Scene | 1100 cd/m² | 1060 cd/m² |
Veränderung der Farben ab | 70° | 70° |
Veränderung der Helligkeit ab | 70° | 70° |
Veränderung der Schwarzwerte ab | 70° | 67° |
Farbraumabdeckung DCI P3 | 97% | 100% |
Farbraumabdeckung Rec.2020 | 72% | 86% |
BFI | ja (bis zu 60 Hz) | ja (bis zu 60 Hz) |
Auflösung pro Farbkanal | 10 Bit | 10 Bit |
Quelle: teilweise rtings.com
Soundsystem und Audio: fast identisch, G4 mit DTS-Unterstützung
Beide Fernseher unterstützen eARC, den erweiterten Audio-Rückkanal über HDMI. Damit kannst Du hochauflösende Tonformate wie Dolby Atmos in voller Qualität an eine Soundbar oder einen AV-Receiver weiterleiten. Diese Funktion ist für ein hochwertiges Heimkino-Setup unverzichtbar und wird bei beiden Modellen gleich umgesetzt.
Der Samsung S95C setzt auf ein 4.2.2-Kanal-System mit 70 Watt Gesamtleistung, inklusive Höhenkanälen für einen räumlicheren Klang. Der LG G4 verwendet ein 4.2-Kanal-System mit 60 Watt, davon 20 Watt für den integrierten Subwoofer. Beide Systeme nutzen Down-Firing-Lautsprecher, also Lautsprecher, die nach unten abstrahlen.
Beim Tieftonbereich reicht der Woofer des G4 bis 80 Hz, beim S95C nur bis 105 Hz. Das bedeutet, dass der LG theoretisch tiefere Bässe wiedergeben kann. In der Praxis hängt das aber stark vom Raum und der Aufstellung ab.
Ein wesentlicher Unterschied ist die Unterstützung von DTS. Nur der LG G4 kann dieses Tonformat verarbeiten. Das ist relevant, wenn Du Inhalte mit DTS-Spur über Blu-ray oder Medienserver abspielst. Der Samsung S95C verzichtet vollständig auf DTS.
Der Samsung bietet dafür zusätzliche Audiofunktionen wie Q-Symphony, bei dem TV- und Soundbar-Lautsprecher gemeinsam genutzt werden, sowie Object Tracking Sound (OTS), das Geräusche abhängig von der Position auf dem Bildschirm platziert. Außerdem unterstützt er Bluetooth Dual Audio, also die parallele Verbindung zweier Bluetooth-Kopfhörer.
Der G4 setzt auf AI Sound Pro, das Audiosignale analysiert und virtuell auf ein 9.1.2-Layout hochrechnet. Das ist besonders für Inhalte ohne echten Surround-Sound nützlich, ersetzt aber kein echtes Mehrkanalsystem. Beide TVs liefern gute Audioqualität, aber nur der G4 bietet echtes DTS.
Ausstattung und HDR-Unterstützung: S95C mit One Connect Box
Beide Fernseher sind mit vier HDMI-Anschlüssen und drei USB-Ports ausgestattet, jeweils mit voller Unterstützung für HDMI 2.1. Beim LG G4 liegt die maximale Bandbreite bei 48 Gbit/s pro Anschluss, beim Samsung S95C wurde sie nachträglich per Firmware auf 40 Gbit/s reduziert. In der Praxis genügt das für 4K mit 120 Hz, variable Bildraten und andere Gaming-Funktionen. Beide Modelle verfügen über einen Twin-Tuner für DVB-T2/C/S2, unterstützen PVR und Timeshift und bieten eine moderne Smart-TV-Oberfläche.
Der LG G4 verwendet WebOS 2024 mit dem neuen Re:New-Konzept, das ein überarbeitetes Layout und längeren Software-Support verspricht. Die Magic Remote MR24 ermöglicht per Zeigersteuerung eine intuitive Bedienung. Der Samsung S95C setzt auf TizenOS 2023 mit klassischer Struktur und bringt die Solar Cell Smart Remote mit, die über Sonnenlicht oder Innenraumbeleuchtung geladen werden kann. Zusätzlich bietet Samsung Bluetooth für Audio und den Ambient Mode zur Darstellung von Uhr, Wetter oder Bildern im Standby.
Bei der Unterstützung von HDR-Formaten gibt es klare Unterschiede. Der LG G4 unterstützt HDR10, HLG und Dolby Vision, einschließlich Dolby Vision IQ, das die Helligkeit dynamisch an das Umgebungslicht anpasst. Der Samsung S95C hingegen setzt auf HDR10, HLG und HDR10+, verzichtet aber vollständig auf Dolby Vision. HDR10+ arbeitet ebenfalls mit dynamischen Metadaten, ist aber weniger verbreitet.
Ein Alleinstellungsmerkmal des S95C ist die One Connect Box. Dabei handelt es sich um eine ausgelagerte Anschlussbox, über die alle Kabel laufen. Vom Fernseher führt nur ein dünnes, fast unsichtbares Kabel zur Box, das Strom und Daten überträgt. Die Box kann entweder frei platziert oder direkt hinter dem Standfuß montiert werden. Das erleichtert die Wandmontage und sorgt für ein aufgeräumtes Erscheinungsbild. Die Box liegt in zwei Kabellängen bei: 0,3 m für den Standfuß und 2,4 m für mehr Flexibilität.

Der LG G4 verzichtet auf eine solche Lösung und integriert alle Anschlüsse direkt im Gehäuse. Insgesamt ist die Ausstattung bei beiden sehr gut, mit leichten Vorteilen für Samsung bei Komfortfeatures und für LG bei der HDR-Vielfalt.
Gaming und Input Lag: G4 mit 48 Gbit/s Unterstützung, S95C mit 40 Gbit/s
Beide Fernseher sind technisch sehr gut für Gaming geeignet. Sie unterstützen alle wichtigen Funktionen wie ALLM (Auto Low Latency Mode), bei dem der Fernseher automatisch in den Spielemodus wechselt, sobald eine kompatible Konsole angeschlossen wird. Zusätzlich beherrschen sie HDMI Forum VRR, FreeSync und G-SYNC. Diese Technologien sorgen für eine variable Bildwiederholrate und verhindern Bildrisse bei schnellen Bewegungen.
Die Reaktionszeiten sind nahezu identisch. Beim Spielen in 1080p liegt der Input Lag beim LG G4 bei 10 ms, der Samsung S95C kommt auf leicht bessere 9 ms. Bei 4K mit 60 Hz liefern beide 10 ms, bei 4K mit 120 Hz jeweils sehr gute 5 ms. Das ist ideal für kompetitives Gaming oder schnelle Actionspiele.
Ein relevanter Unterschied besteht bei der HDMI-2.1-Umsetzung. Der LG G4 bietet vier vollwertige HDMI-2.1-Anschlüsse mit 48 Gbit/s Bandbreite. Das ermöglicht die gleichzeitige Nutzung von 4K-Auflösung, 120 Hz, vollem Farbraum (4:4:4) und HDR ohne Kompromisse. Der Samsung S95C bietet ebenfalls vier HDMI-2.1-Eingänge, allerdings wurde die Bandbreite durch ein Firmware-Update auf 40 Gbit/s begrenzt. Das reicht für viele Szenarien aus, lässt aber bei sehr anspruchsvollen Setups weniger Spielraum. In der Praxis spielt das selten eine Rolle, technisch ist der G4 hier dennoch im Vorteil.
Modellname | LG G4 | Samsung S95C |
Input Lag 1080p | 10 ms | 9 ms |
Input Lag 4K (60 Hz) | 10 ms | 10 ms |
Input Lag 4K (120 Hz) | 5 ms | 5 ms |
ALLM | ja | ja |
HDMI Forum VRR | ja | ja |
Freesync | ja | ja |
G-SYNC | ja | ja |
HDMI 2.1 | ja, 4 x (48 Gbit/s) | ja, 4x (40 Gbit/s) |
Quelle: teilweise rtings.com
Unterschiede im Design
Beide Fernseher setzen auf ein modernes, schlankes Design mit sehr schmalem Bildschirmrand. Der LG G4 hat einen Rand von 6 mm, der Samsung S95C liegt mit 7 mm nur minimal darüber. Die Gehäusefarbe unterscheidet sich leicht: Der G4 ist in klassischem Schwarz gehalten, der S95C in einem etwas helleren Titanschwarz. Ein klarer Unterschied besteht in der Bautiefe. Der S95C ist mit nur 12 mm deutlich flacher als der G4 mit 24 mm, was bei Wandmontage für ein noch bündigeres Erscheinungsbild sorgt.
Beim Standfuß zeigt sich ein weiterer Unterschied. Der LG G4 wird in der Variante G48LW ohne Standfuß ausgeliefert, während das Modell G49LS einen schwarzen Fuß mitliefert. Der Samsung S95C kommt hingegen mit dem Slim One Connect Stand, der nicht nur als stabiler Standfuß dient, sondern auch die One Connect Box aufnimmt. Damit bleiben Kabel aus dem Sichtfeld, da sie direkt durch den Fuß geführt werden können. Der Fuß ist in Titanschwarz gehalten und fügt sich nahtlos ins Gesamtdesign ein.
Der LG G4 gehört zur Gallery TV Serie. Das Gallery-Design bei LG bezeichnet ein besonders flaches und wandbündiges Designkonzept für bestimmte OLED-Modelle wie den G4. Dabei ist das Gehäuse so konstruiert, dass der Fernseher möglichst nah an der Wand hängt – ähnlich wie ein Bild in einer Galerie, daher der Name. Der G4 hat keine hervorstehenden Teile auf der Rückseite, alle Anschlüsse sind seitlich oder nach unten gerichtet.
Datenblätter des LG G4 (2024) und Samsung S95C (2023) im Vergleich
Eine gute Übersicht über die wichtigsten Daten findest Du über unser Vergleichs-Tool. Du kannst außerdem weitere TV-Modelle zum Vergleich hinzufügen und Dir so mehrere Hersteller gleichzeitig anschauen.
OLED97G48LW | GQ77S95C | |
Bildschirmauflösung | UHD (3840 x 2160 Pixel) | UHD (3840 x 2160 Pixel) |
Bildschirmdiagonale | 97 Zoll | 77 Zoll |
USB-Anschlüsse | 3 (USB 2.0) | 3 |
WLAN integriert | Ja (Wi-Fi 6/802.11ax) | WiFi5 |
Aktuelle Angebote
Die aktuellen Angebote zum LG G4 (2024) und Samsung S95C (2023) haben wir Dir in unserer Live-Preis-Abfrage zusammengestellt:
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Empfehlung
Der LG G4 eignet sich besonders für Nutzer, die Wert auf hohe Spitzenhelligkeit, Dolby Vision und vollständige HDMI-2.1-Unterstützung legen. Durch das MLA-Panel bietet er sehr gute HDR-Leistung, starke Blickwinkel und in vielen Szenen eine höhere Leuchtkraft als der Samsung. Dazu kommt die Unterstützung von DTS, was bei der Wiedergabe bestimmter Medienformaten entscheidend sein kann. Auch das WebOS 2024 mit längerer Update-Versorgung und die 48 Gbit/s Bandbreite an allen HDMI-Anschlüssen sprechen für dieses Modell.
Der Samsung S95C punktet mit seiner hervorragenden Farbraumabdeckung dank QD-OLED-Panel. Besonders bei intensiven HDR-Farben liefert er eine sehr satte Darstellung. Das Design ist extrem schlank, die One Connect Box erleichtert die Installation und sorgt für ein sauberes Setup. Auch die Klangfunktionen wie Q-Symphony und Object Tracking Sound machen den Fernseher für Nutzer interessant, die keine zusätzliche Soundbar nutzen möchten. Wer auf HDR10+ setzt und auf Dolby Vision verzichten kann, bekommt hier eine sehr gut ausgestattete Alternative.
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